KRANICHE 2021                       24.2.2021

10.2.2021 Hier im Havelland, ganz in unserer Nähe. Auch der strenge Frost dieser Tage hat sie nicht vertrieben. In Brandenburg überwintern in jedem Jahr einige Tausend. Kälte macht ihnen nicht viel aus. Aber wenn der Boden gefroren ist oder hoher Schnee liegt, wird die Nahrung knapp. Dann kommt es zu "Winterfluchten", kürzeren Zügen nach SW.                         Foto ChrB                                       

Die alljährliche Januarzählung in Spanien hat diesmal nur 169.182 Kraniche ergeben. Die "Grulleros" weisen darauf hin, dass dieses Ergebnis durch die Unzugänglichkeit vieler Gegenden infolge der ungewöhnlich starken Schneefälle stark verfälscht ist. Im Dezember 2020 waren es noch 240.000 (und ähnliche Zahlen in den Vorjahren; siehe unsere früheren Berichte).

Aber die Kraniche warten nicht. Als hier noch Schnee lag, kamen schon Meldungen von ersten Zügen aus Holland ("Kraanvogels") und dem Rheinland und jetzt hören wir auch hier in Brandenburg täglich die typischen Rufe beim Zug. "Alle reden vom Wetter - wir nicht" hieß es früher in der Winterwerbung der Bundesbahn. Dazu schweigt die Bahn heute lieber - aber die Kraniche ziehen auch bei Schnee und Kälte. 

15.-21.2.2021 in Spanien: Da waren noch mehr als 150.000 Kraniche in Spanien; aber sie ziehen auch dort nach NO. Die größten Konzentrationen waren nicht mehr in der Extremadura (Caceres und Badajoz), sondern in Navarra. Dort sammeln sie sich und warten auf günstige Verhältnisse zum Überflug über die Pyrenäen. Mit der jetzt einsetzenden SW-Strömung dürfte in den nächsten Tagen der Höhepunkt des Zuges zu beobachten sein, auch über Deutschland.  

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